K

Kabinett
Erste Stufe bzw. unterste Stufe der Qualitätsweine mit Prädikat im deutschen Güteklassifizierungssystem. Kabinettweine sind leichter und preiswerter als QmP-Weine der Stufen Spätlese, Auslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein.

 

keltern
Der Trester/Bodensatz wird gekeltert/gepresst, um den Presswein zu ergeben. Heute machen das Maschinen. Etymologisch aus dem Lateinischen calcare »mit den Füßen stampfen«.

 

kernig
Als kernig bezeichnet man einen kraftvollen Wein mit einer kräftigen Säure, der über Festigkeit und Biss verfügt, kein geringer Wein, aber ein Wein, der seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat.

 

Kindermord
Weinjargon für das Trinken eines Weines vor seiner optimalen Reife.

 

Kirchenfenster
Die an der Wand eines Weinglases nach dem Schwenken des Inhaltes langsam herablaufenden Tropfen. Ausgeprägte Kirchenfenster lassen auf einen extraktreichen Wein schließen.

 

körperreich
Bezeichnung für einen Wein mit hohem Extraktgehalt, der gewichtig und substanzreich schmeckt.

 

Kohlensäuremazeration
Eine Methode, um Farbe und Frucht zu intensivieren. Ungepresste, ganze Trauben werden unter Sauerstoffabschluss mit Kohlensäure enzymatisch vergoren. Typisch ist die Kohlensäuremazeration für den Beaujolais.

 

Konsumwein
Einfacher anspruchsloser Alltagswein

 

korkeln
Korkgeschmack, der Wein ungenießbar macht. Er entsteht durch Mikroorganismen, die schon am Baum in der Korkrinde sitzen können. Durch Waschen und Bleichen des Korkens entstehen Chlorverbindungen die mit den Mikroorganismen reagieren. Das Endprodukt Trichloranisol verursacht den Korkton im Wein.

 

Korken
Der aus Rinde der Korkeiche gewonnene Korken passt sich ideal dem Hals der Weinflasche an, verhindert das Auslaufen des Weins und erlaubt zugleich jene minimale Oxydation, welche die Reifung des Weins erst möglich macht.

 

Korkenzieher
In seiner einfachsten Form ist ein Korkenzieher ein schlichtes, gezogenes Stahlgewinde, das an irgendeiner Art von Griff befestigt ist. Der wichtigste Bestandteil ist sein Gewinde, das nicht einem Bohrer ähneln darf, sondern die Form einer offenen Spirale haben sollte, durch deren »Seele« ein Streichholz passt.

 

Korkspiegel
Untere Fläche des Korkens, die vom Wein umspült wird.

 

krank
Einen Wein, der sich zeitweise nicht in seinem gewohnten Geschmacksbild präsentiert, bezeichnet man als krank. Diese Eigenschaft kann durch Abfüllung, Transport oder ähnliches hervorgerufen sein und verliert sich nach einigen Wochen wieder. Man sollte daher frisch gefüllten oder transportierten Weinen eine Erholungsphase gönnen. Neben dieser vergleichsweise harmlosen Erscheinung kann ein Wein durch Bakterien oder Pilze krank sein. Derartige Weine weisen eine Trübung und einen ungewohnten und unangenehmen Geruch und Geschmack auf. Diese Veränderungen führen zur Ungenießbarkeit.

 

krautig
Ein Geruch, der an grüne Pflanzen oder frisch gemähtes Gras erinnert.

 

kurz
Einen Wein ohne rechten Abgang bezeichnet man als kurz.